Diego Rodríguez de Silva y Velázquez - La costurera

Diego Rodríguez de Silva y Velázquez (1599 bis 1660)

Der aus einem vornehmen Elternhaus stammende spanische Maler wurde vermutlich am 6. Juni 1599 in Sevilla geboren. 1623 folgte er einer Einladung an den spanischen Hof und trat 1627 als Hofmaler Phillips IV. Es entstanden seine bekannten Bilder "Der Infant Don Carlos" und "Der Herzog Olivares" (beide um 1627). Das Zusammentreffen mit Rubens in Madrid veranlaßte ihn 1629 zu seiner ersten Italienreise. Nach seiner Rückkehr 1631 wurden die Farben seiner Bilder weicher und die Darstellungen realistischer.

Seinen religiösen Bildern wie "Christus am Kreuz" (1638) und den Historienbildern wie "Die Übergabe von Breda" (1635) schlossen sich Portraits der Mitglieder der königlichen Familie und des Hofstaates an wie beispielsweise "Der Hofnarr Don Diego de Acedo" (1644). Während seiner zweiten Italienreise 1649-51 entstand in Rom sein berühmtes Bildnis von Papst Innozenz X. Die Hauptwerke seiner letzten Schaffenszeit gehören zu den Höhepunkten in der Geschichte der Malerei: "Las Meninas" (1656) und "Las Hilanderas" (1657).

Velázquez erfaßte nun in ganz lockerer, impressionistischer Pinselführung die Erscheinungen von Licht und Farbe, wie sie erst im späten 19. Jahrhundert in ähnlicher Weise wieder dargestellt wurden. Auch die Komposition dieser beiden großen Gruppenbilder war neuartig. Velázquez starb am 6. August 1660 in Madrid.